Zurück 
Lucca

Die autofreie antike Stadt in der Toskana

GPS:  Parkplatz:  43°50'36 N - 10°30'12 E  Fahrzeit: ca.50 Minuten

 


Zeige mit der Maus auf ein Bild,
damit vergrössert sich dieses.


Chiesa "San Paolino"

Chiesa "San Paolino"

Ausschnitt der Darstellung der Bestattung von "San Paolino"

Holz-Kruzifix aus dem 14.Jh

Alte Kathedrale "San Giovanni"

Neue Kathedrale "San Martino"

Hauptportal zur Kathedrale "San Martino"

Volto Santo von 1484

Grabstätte der "Illaria del Carretto", ganz aus Marmor und in Lebensgrösse

Detail der Grabstätte der "Illaria del Carretto"

San Martino, das "Labyrint" an der Dommauer

Privater Garten

Eine typische Gasse dieser Stadt

Eine Arkade in dieser Stadt

Die Schattenspender in dieser Stadt

Der sehr hohe "Stundenturm"

Chiesa "San Michele"

Portal von "San Michele"

Die rundum begehbare Stadtmauer von aussen gesehen

Die rundum begehbare und begrünte Stadtmauer von der Stadt aus gesehen

Via dei Fossi, sorgte früher für das Abwasser

Via dei Fossi, die andere Seite

Sicht von der Stadtmauer

Sicht von der Stadtmauer
Infos zum Ort

Lucca ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Tal des Flusses Serchio, cirka 20 km nordöstlich von Pisa. Wenn man von dort aus nicht die Autobahn nach Lucca nimmt und das "Licht" stimmt, bekommt man einen herrlichen Blick auf die Stadt Pisa!

Durch die rund um die Stadt begehbare Stadtmauer führen 6 Tore in die hübsche, fotogene und sehr saubergehaltene Stadt. Sie ist als Promenade mit Bäumen angelegt. Dieser Mauerring wurde 1645 fertiggestellt und ist heute noch perfekt erhalten. Dank dieser seit der Renaissance intakt gebliebenen Schutzmauer kann Lucca heute stolz auf ihre zahlreichen Kirchen und Paläste im Stadtzentrum sein.

Das rechteckige Netz des historischen Zentrums zeigt den ursprünglichen römischen Strassenverlauf, während die "Piazza Anfiteatro" die Form eines runden Theaterplatzes hat. Sehenswert sind die "neue" Kathedrale "San Martino", die Kirche "San Michele", deren gleichnamiger Platz das Stadtzentrum darstellt, und die Kirche "San Frediano" mit einem seltenen, aussen angebrachten Mosaik. An vielen Orten der Stadt ist man überall fleissig am Renovieren.

In der Kathedrale "San Martino" herrscht heute striktes Fotografierverbot, weil an den Wänden einige schlecht beleuchtete berühmte Bilder, u.a. von Tintoretto hängen. Das Symbol der Stadt, das Holzkreuz "Volto Santo", auch Heiliges Antlitz genannt, ist dort zu sehen. Das Sanktuar für dieses Kreuz wurde um 1484 gebaut. In der Sakristei befindet sich der berühmte Marmorsarkophag der "Ilaria del Carretto", der von "Jacopo della Quercia" in den Jahren 1407/08 geschaffen wurde. Eine so fein gearbeitete weisse Marmorskulptur, dass man glauben könnte sie wäre aus Porzelan.

Viele andere Kirchen, Palazzi und noch mehr Geschäfte laden in der Stadt zum bummeln ein.

Der Antiquitätenmarkt auf der "Piazza San Martino" findet am letzten Sonntag im Monat statt.

Giacomo Puccini, weltberühmter Komponist, wurde am 22. Dez 1858 in Lucca geboren

 

Geschichte

Die Stadt Lucca geht auf eine etruskische oder ligurische Gründung zurück und erlebte eine Blüte als römische Stadt, auch wenn noch ältere Funde von einer früheren Ansiedlung zeugen. Der Name stammt wahrscheinlich von ligurischen Kelten die diese Gegend "Luck" (Ort der Sümpfe) nannten.

Als befestigte Stadt wird Lucca von den Römern 180 v.Chr. benannt, um im Jahre 89 v.Chr. als "municipium" erklärt.

In die römische Geschichte Einzug hielt das Treffen im Jahre 56 v.Chr. zwischen Julius Caesar, Crassus und Pompeius.

In den folgenden 2 Jahrhunderten errichteten die Römer einen Mauerring und ein Amphitheater, denn Lucca war ein strategisch wichtiger Punkt geworden.

Nominell befreit von "Kaiser Karl IV" gelang es Lucca 1369 zuerst als Demokratie, und nach 1628 als patrizisch-aristokratische "Herrschaft der Besten" seine Unabhängigkeit als Stadtrepublik neben Venedig und Genua zu behaupten.

Bis ans Ende des 18.Jh. blieb die Stadt ohne grosse Unternehmungen, bis Napoleon Bonaparte Lucca einnahm und in ein Fürstentum verwandelte und es seiner Schwester, Elisa Baciocchi, anvertraut wurde.

 



 Nach Oben  Zurück