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Pisa

Piazza miracoli, schiefer Turm, Baptisterium, piazza cavalieri etc

GPS:  Parkplatz:  43°43'25 N - 10°23'27 E  Fahrzeit: ca.35 Minuten

 


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Eingang auf den "Piazza Miracoli"

Dom "Santa Maria" und Baptisterium

Der "Campanile", der schiefe Glockenturm

...so schief ist er...

Das "Baptisterium", die Taufkapelle

Detail am "Baptisterium"

"Piazza Miracoli"

Dom & Turm

Der Dom "Santa Maria"

Dom "Santa Maria" von innen

Detail am Eingangstor zum Dom

Detail am Eingangstor zum Dom

Ciao Pisa

Palazzo "dell Orologio" - Palast der Uhren

"Palazzo della Carovana" die Elite Uni

Der "Palazzo della Carovana" an der "Piazza dei Cavalieri"

Sgraffito-Detail am "Palazzo della Carovana"

Palazzo am "Piazza dei Cavalieri"

Kirche "S. Stefano dei Cavalieri"

Eine Seltenheit: Eine Winduhr anstelle eines Wetterhahns!
Infos zum Ort

Weltberühmt ist natürlich die "Piazza dei Miracoli" in Pisa. Der grosszügig angelegte Dombezirk mit dem als schiefer Turm bekannten Campanile, dem Dom Santa Maria, dem Baptisterium und dem Friedhof Camposanto, die sich als Gesamtbild auf einer grosszügigen, freien, begrünten Fläche anordnen und optisch nicht direkt von anderen Gebäuden "erdrückt" werden. Ausser dass der schiefe Turm natürlich einen Besuch und ein paar Fotos wert ist, sind auch die anderen drei Gebäude Meisterwerke der italienischen Baukunst und der pisaner Romanik.

Der Campanile wurde in der Zeit von 1173 bis 1372 mit 2 längeren Unterbrüchen aus 14.500 Tonnen weissem Carrara-Marmor gebaut und hat eine Höhe von 54,75 m. Er ist mit sieben Glocken bestückt. Seine Neigung an der Spitze beträgt zur Zeit 4,86 m. Bis Anfang Januar 1990 konnte der Turm von Touristen bestiegen werden. Danach wurde er wegen Einsturzgefahr geschlossen und umzäunt.

Seit Baubeginn kippte der Turm, weil Dombaumeister Bonnanus bei seiner Planung übersehen hatte, dass ein Teil des Fundaments auf einem zugeschütteten Kanal steht. Der Turm sackt deshalb langsam in den weichen Boden ein. Bis heute sind dies in Richtung Süden schon etwa 2 Meter.

Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts versucht man, den Turm durch die verschiedensten Massnahmen vor dem Einsturz zu bewahren. Sowohl Versuche, bei denen der Turm mit Stahltrossen abgestützt wird, als auch das Erzielen einer Neigung in Nordrichtung durch Erdreichentnahme, Bodenverdichtung durch einbringen von Tonnagen von Blei und Beton unter das Fundament, etc. wurden fieberhaft ausprobiert. Offensichtlich hat dies alles zusammen irgendwie etwas geholfen, denn:
Am 15.Mai 2001 wurden die 'Hosenträger' (Stahltrossen) endlich entfernt,
und seit Dezember 2001 darf der Turm zu jeder vollen und halben Stunde in Gruppen von maximal 40 Besuchern für eine Dauer von 30 Minuten bestiegen werden!

Die ganze "Piazza dei Miracoli" wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

 

Geschichte

Pisa ist leider noch nicht so schön restauriert, gepflegt und herausgeputzt wie zum Beispiel Firenze, Siena, Lucca oder Volterra. Man gibt aber sein Bestes...! Trotzdem findet man in der Altstadt, nicht weit vom Turm entfernt, einige schöne, sehenswerte Kirchen und Palazzi in romantischen, verwinkelten Gassen und Strassen. Dort, unweit des Touristenrummels sind auch die Getränke und was kleines zum Essen viel günstiger!

Die "Piazza dei Cavalieri" (Platz der Ritter) mit dem gleichnamigen Palazzo und der Kirche "S. Stefano dei Cavalieri" ist einer der besterhaltenen Plätze aus der Renaissance. Die Familie Medici demonstrierte auf diesem Platz mit den Prachtbauten ihre Macht. Der Palazzo dei Cavalieri wurde um 1560 im Auftrag der Medicis erbaut. Am selben Platz findet man den Palazzo "dell'Orologio" (Uhrenturm) mit dem "Torre della Fame" (Hungerturm). Laut Dantes Erzählung "l'Inferno" finden sich Hinweise auf den damaligen Stadthauptmann, Graf Ugolino della Gherardesca, der 1288 des Verrats angeklagt und zusammen mit seinen Kindern in diesen Turm gesperrt wurde und dort elendiglich verhungerte. Der "Palazzo della Carovana" der damalige Ältestenpalast, heute das Hauptgebäude der Hochschule an dieser "Piazza dei Cavalieri", diente bis 1810, zur Gründung der heutigen "Scuola Normale Superiore" durch Napoleon I., als Verwaltungssitz der Pisaner Regierung. 1862 wurde diese dem Staat Italien unterstellt und dient heute als Elite-Universität für zukünftige Wissenschaftler. Die Schule arbeitet mit der Uni Pisa zusammen und bildet Doktoranden aus. Mehrere Labore und Forschungseinrichtungen werden dort betrieben. Das kunstvolle "Sgraffito" an der ganzen Fassade ist sehenswert!



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