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Pitigliano

Die Stadt aus und auf Tuffstein gebaut

GPS:  Parkplatz:  42°38'06 N - 11°40'12 E  Fahrzeit: ca.120 Minuten

 


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Rechts am Bildrand sieht man noch etwas vom Aquädukt

Unterhalb der Kathedrale ist das Jüdische Quartier. Die Synagoge mit dem runden Fenster sieht man gut.

Der Stadtplan von Pitigliano

Die Westseite der Stadt von einer ausserhalb liegenden Strasse, wo man Parkplätze findet.

Der ganze "Acquedotto Mediceo". Dahinter die diversen Museen.

Nochmal der Aquädukt in voller Pracht.

Die " Via Zuccarelli", die am jüdischen Quartier vorbei führt.

Eingang zum Museum und zum "kleinen Jerusalem" genannten Judenquartier.

Ein typischer, verwinkelter Zugang zum Ghetto

Eine der zahlreichen steilen aber immer sehr persönlich gehaltenen Gassen...

Da stossen die 2 Hauptstrassen zusammen und führen noch bis ans " Ende" der Stadt.

Blick vom "Ende" der Stadt auf die Nordseite

Die älteste Kirche der Stadt, die "Chiesa di S. Rocco"

Fresken in der "Chiesa di S. Rocco"

Wahrscheinlich aus dem 15.Jh.

Die Kathedrale "St.Peter und Paul", deren Glockenturm die Stadt überragt

Solche Keller werden als Wein-, Olivenöl- und Gemüselager verwendet. Auch das Trinkwasser aus dem Stein wird dort gesammelt

Die Keller halten durch ihre tief in den Fels gehauene Bauweise stetige 14°C.

Der schöne Brunnen unter dem Aquädukt

und da noch einmal einen kleinen Blick in die Tiefe.
Infos zum Ort

Pitigliano steht auf 313 müNN auf einem Tuffstein Vorgebirge, umgeben von grünen Tälern, durch welche die Flüsse Lente und Meleta fliessen. Der etruskische Name der Stadt ist nicht mehr bekannt. In der Römerzeit wurde die Stadt zur Präfektur und hiess "Statonia".

Der Aquädukt "Acquedotto Mediceo", von Gian Francesco Orsini in Auftrag gegeben und von 1543 bis 1545 von "Antonio da Sangallo" errichtet, sticht schon bald ins Auge. Dieser wird von zwei riesigen Bogen und von dreizehn kleineren getragen. Er befindet sich mit seiner auffälligen Form in der Nähe vom Eingang zur Stadt.

Drei fast parallel verlaufende Hauptstrassen bedienen die vielen Gassen in der Stadt. Am Hauptplatz, die "Piazza d.Repubblica" gehst Du die "Via Roma" hinunter und die "Via Zuccarelli" wieder zurück. Dann hast Du eigentlich alle Geschäfte und Sehenswürdigkeiten Pitiglianos gesehen. Schaue auch mal in die Höhe der Häuser und in die vielen kleinen Gassen! Manche Häuser zeigen rustikal verzierte, meist liebevoll gepflegte Portale und Fenster mit Wappen und Rahmen aus Travertin. Die meisten Häuser besitzen einen tief in den Fels gehauenen Keller. Diese Keller werden bis heute als Wein-, Olivenöl- und Gemüselager verwendet. Auch wird am tiefsten Punkt das rare Trinkwasser gesammelt! Durch die konstante Kellertemperatur von 14°C absolut ideal! Um einen solchen besuchen zu können brauchst Du viel Glück.

Die Kathedrale "St.Peter und Paul", deren Glockenturm die Stadt überragt, wurde im Jahre 1507 nach dem Willen des Grafen "Nikolaus III. Orsini" erweitert. Weitere Änderungen und Reparaturen wurden von den "Medici" und "Lothringern" gemacht. Von aussen imposant anzusehen. Der Innenraum besitzt eigentlich nicht viel spektakuläres.

Die älteste Kirche der Stadt, die "Chiesa di S. Rocco", wurde auf den Grundmauern eines heidnischen Tempels gebaut. Sie beherbergt im Altarraum einige sehenswerte Fresken, wahrscheinlich aus dem 15.Jh.

Die Festung "Orsini" wurde zwischen 1543 und 1545 von "Antonio da Sangallo" dem Jüngeren (1484–1546) restauriert. "Sangallo" baute zwei polygonale Bastionen, die am besten geeignet waren um den Auswirkungen von Feuerwaffen im Vergleich zu den bestehenden runden Türmen zu widerstehen. Die Festung wurde vor einigen Jahren in Privatwohnungen umgewandelt.
Der "Palazzo Orsini", ein eindrucksvoller Palast, ein ehemaliger Konvent, der im 13.Jh von den "Aldobrandeschi" zum Palast umgebaut, und von der Familie "Orsini" zwischen dem späten 15. und frühen 16.Jh restauriert. Es war die wichtigste Residenz der Grafen von Pitigliano und Sorano. Derzeit gehört er weitgehend der Kurie und ist die Heimat der Diözese Pitigliano, Sovana und Orbetello. Der "Palazzo Orsini" beherbergt zwei Museen; das Archäologische Museum und das vom "Palazzo Orsini", zusammen mit der Bibliothek und des Historischen Archivs der Stadt, sowie der Bibliothek und das Historische Archiv der Diözese.

Juden waren in Pitigliano willkommen und konnten dort in Sicherheit wohnen. Die Synagoge wurde 1598 als erstes erbaut. Das Gebäude wurde durch Bombenangriffe im letzten Weltkrieg schwer beschädigt. Neulich wieder restauriert kann die Synagoge, klein Jerusalem und viele andere Zeugnisse des regen jüdischen Lebens, ausser an Samstagen und jüdischen Feiertagen, besucht werden.


Geschichte

Auf dem Fels von Pitigliano ist bereits 2300-1000 v.Chr ein bronzezeitliches Dorf, und 800 v.Chr eine etruskische Siedlung dokumentiert. 100 v.Chr bis ins 2.Jh n.Chr waren dann die Römer präsent.
1061, erscheint zum ersten Mal der Name Pitigliano in einem Brief als Vermerk von "Nikolaus II" an die "Kanoniker von Sovana".
1188 in einem anderen Dokument erscheint Pitigliano als befestigtes Dorf, im Besitz der "Aldobrandeschi", denen es seit kurzem gehörte.
Einer alten Legende nach wurde die Gründung der Stadt durch zwei Römer mit den Namen "Petilio" und "Celiano" betrieben. Aus der Verschmelzung ihrer Namen wurde Pitigliano abgeleitet.

"Ferdinand I" Grossherzog der Toskana, kaufte 1604 alle Besitzungen von Pitigliano der Familie der "Orsini" ab.
Bis Mitte des Jahrhunderts gibt es eine schnell wachsende Zahl von Juden, die hier einen "sicheren Hafen" finden.
1643 durchkreuzen die "Medici" den Versuch Pitigliano durch päpstliche Truppen zu besetzen.
Pitigliano wird 1843 das Stadtrecht gegen die Übergabe der Diözese von Sovana übergeben. Es folgten grosser Wachstum und Wirtschaftsreformen.
Heute ist die Stadt sehr gepflegt und sauber. Es gelten auch die Preise für Touristen als normal, weil die Stadt auf diese angewiesen ist. Man findet viele kleine, familiäre Gaststätten wo man sehr gut essen kann.



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