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Die Schweiz für BRD Bürger leicht erklärt!

 

Das "kleine 1 x 1" für den nächsten Schweiz-Besuch:

Was deutschsprachige Ausländer in ihren Reiseführern über die Schweiz nirgends nachlesen können... Ausgenommen hier!


Gut zu wissen:

Die Schweizer bringen unter ein   ...Kopfbedeckung eines Alp-Sennen wie auf dem Bild...:
"Sennechäppli", was normale Menschen nicht einmal unter einen Sombrero brächten.
Das wesentliche Merkmal des Kantons Aargau ist es, dass er zwischen Zürich, Basel und Bern liegt.
Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass dies die Schweiz auch betrifft.
Ironie wird im Zweifelsfalle eher nicht verstanden.


Sprache:

Der "deutschschweizer Dialekt" als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.

Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst "Gurtenobligatorium".

Die "Ständerlampe" ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.

Wenn Sie die Schweiz besuchen: Bitte sagen Sie zum   Das ist so ein Gipfeli:
"Gipfeli" (Hörnchen, Croissant) nicht "Kipfelchen".

Lassen Sie bleiben was Sie zu beherrschen glauben! Es klingt in Schweizer Ohren übel!!! "Grützi, grüüzi oder grüzzi"! Bleiben Sie bei "Guten Tag", bis Ihnen jemand für Ihr "Grüäzi" die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie "~-zi". Das machen auch viele Schweizer so.

Ein "Harass" ist kein Schäferhund, sondern eine   Das ist eine Harasse:
Getränkekiste.

Wenn von einem   Das ist ein Mödeli Anke:
"Mödeli Anke" die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern ein Stück Butter.

Wer Sie fragt, ob Sie ein "Zältli" möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwatzen, sondern ein Bonbon anbieten.

Aber weil Zürich am Zürichsee liegt heisst dieser auch so, und nicht Zürichersee! Er gehört allen Anrainern und nicht bloss den Zürchern!
Auch wird das schöne Wallis so ausgesprochen wie man es schreibt, nämlich mit einem "doppelten L"! Das von vielen Nordländern genannte Waliis bedeutet Wales und liegt irgendwo im Königreich von England.

Und "Chriäsi" sind keine Krisen, sonder Kirschen.

Bluffen Sie mal ein wenig, bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) "äs Tschumpeli Dohl". Das Risiko dürfte sich lohnen, wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle).


La grande Nation

Die Schweizer & das Essen in "fremden Sprachen":

Café, Restaurant, Coiffeur - ja nicht Friseur!, Trottoir, Billet, Jupe statt Rock, pressant (statt in Eile), Apéro, Dessert, Sauce, Glacé, Radio statt Rundfunk. Gewöhnen Sie sich auch an das leise Lächeln des Schweizers, wenn Sie sich mit Städtenamen wie "Vevey" abmühen (Die perfekte Betonung und Aussprache sei hier verraten: Wöwe).

Wenn Sie in der Schweiz ein "Müsli" bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein "Müäsli".

Die "Spargeln" ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.

Hingegen kennt man die "neue Rechtschreibung" in der Schweiz schon lange: Den Buchstaben "ß" schreibt man seit Menschengedenken als "ss"! (Schweizer können "ß" zwar lesen, aber nicht schreiben)


Heiterkeit

Zu Heiterkeit geben dem Deutschen immer wieder hochdeutschschweizerische Formulierungen wie "Fehlbare Automobilisten werden gebüsst" Anlass, oder schriftliche Warnungen in   Das sind 2 Züri-Tram: (2 Strassenbahnen)
Trams, dass Fahrgäste ohne   Das ist ein Billet:

Foto: www.heimatsammlung.de/fahrkarten
Billet 50 Franken für die Umtriebe zahlen müssen.


Telefonieren

Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren:
Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen Worten wiederaufnehmen: "Sind Sie no da?" Antworten Sie mit einem schlichten "Ja", und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: "Nein", Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden. Wenn ein Engländer Sie mit "How do you do?" begrüsst, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben. Ebenfalls geht der Verabschiedung - vor allem in Berner Regionen - immer ein gedehntes "Aaauusoo" voraus und deutet somit an, dass der Gesprächspartner das Telefonat beenden möchte.

Wenn die Schweizer jemanden anrufen, dann "machen" sie ein "Telefon": "I ha geschter no ä huufe telefon gmacht" (Ich habe gestern noch viele Anrufe getätigt).

Wenn man jemanden darauf hinweist, dass man sich wieder telefonisch meldet, wird ein "telefon gegeben": "I gib dr de später no es telefon" (Ich ruf dich dann später nochmal an).


Einkaufen

Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen. Das ist kein hinterhältiger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Massnahme, um die "Wegwerfgesellschaft" zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.


Volkssport - Pünktlichkeit - Militärdienst

Schwingen, Hornussen, Skifahren, Holzhacken, Abstimmungen ignorieren, Jassen.

Über die Pünktlichkeit der Schweizer wird zu Unrecht gelästert. Sie gehen damit viel lockerer um, als Sie glauben. Wenn man Sie auf 19.30 Uhr bestellt hat, können Sie durchaus eine Minute zu früh bis zwei Minuten zu spät kommen. Das wird immer noch als passabel pünktlich empfunden.

Militärdienst leisten - Militärdienst verweigern: Jeder Schweizer schuldet dem Staat 18 Wochen Rekrutenschule (die "Lehrzeit" in der Armee) und jährliche "WK's" (Wiederholungskurse, das Absitzen von ein paar Wochen, in Uniform). Die geleistete Dienstzeit wird in einem "Dienstbüchlein" niedergeschrieben.
Es ist wahr, dass jeder Schweizer (der "Dienst leistet" mit der Waffe) zu Hause sein eigenes Sturmgewehr herumliegen hat. Es ist ebenso wahr, dass viele Schweizer sich lieber dem Dolce Vita (selten) oder der Karriere widmen (öfter), als "Dienst zu machen" und sich mit - Verzeihung - fadenscheinigen Gründen "vom Militärdienst befreien" lässt. Allerdings muss er dann während etwa 30 Jahren einige hundert oder eher einige tausend Franken "Militärdienst-Ersatzpflicht-Steuer" bezahlen - egal, ob er keinen Dienst leisten will oder aus Gesundheitlichen Gründen wirklich nicht kann.


Schweiz intim

Die Waschküchenbenutzung in Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern: Verstösse gegen die Waschküchenordnung werden in der Regel nicht im persönlichen Gespräch, sondern durch das Aufhängen grossformatiger Botschaften mit vielen Ausrufungszeichen an Türen, Waschmaschinen und Wasserhähnen geahndet. Schon eine einzige nach Ablauf der eigenen Waschküchenbenutzungsfrist liegengebliebene Socke hat in der Regel nicht nur eine Zurechtweisung zur Folge, sondern auch die Erklärung, dass darum die Waschküche unbenutzbar gewesen sei.

 

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